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Deponiegas Info

DETES GmbH

Das über die Abdeckschicht oder direkt aus einer Deponie (Gasüberdruck) austretende, durch biochemische Abbauprozesse entstehende Deponiegas kann für Mensch, Tier und Pflanze unter Umständen ein erhebliches Gefährdungspotential darstellen.

 

Dabei ist ggf. mit toxikologisch bedenklichen Emissionen (Giftwirkung und lokale Reduzierung des Sauerstoffgehaltes in der Außen- und Bodenluft) und mit Brand- bzw. Explosionsgefahren zu rechnen. Zudem trägt das Methangas zum Treibhauseffekt und zur Ozonzerstörung bei (etwa um Faktor 21-mal höher als CO2).

Emissionsminimierungen lassen sich durch aktive Entgasungseinrichtungen in Kombination mit geeigneten Oberflächen-Abdichtungssystemen erreichen. Diese aus der aktiven Entgasung geförderten Mengen lassen sich grundsätzlich verwerten. In den frühen 1970er Jahren wurde in den USA die erste aktive Deponieentgasung über eine Fackel betrieben.

DETES GmbH

Durch den hohen Heizwert von bis zu 6 kWh/Nm³, i.d.R. etwa 4,5 - 5 kWh/Nm³, soll das Deponiegas genutzt werden. Hierzu bieten sich zur Energieerzeugung in erster Linie die elektrische Energie mit einem Wirkungsgrad von etwa bis zu 33 % und die Einspeisung in das das bestehende Gasnetz (am Verwerterpunkt) an. Weiterhin sind Wärmeauskopplungen möglich. Eine geringere Erzeugung elektrischer Energie kann auch mit Turbinen erfolgen, hier bietet sich eine Wärmeauskopplung an.

Grundsätzlich lassen sich fassbare Gasmengen nicht exakt berechnen. Hierzu bieten sich Feldanalysen / -messungen an die in Ihrer Lage genauere Aussagen über den Gärungszustand und die Gasentwicklung der Deponie zulassen. Hohe Methangehalte in der Bodenluft sind nicht immer ein Indikator für eine stabile, dauerhaft wirtschaftlich, zu betreibende Verwertungsanlage.

DETES betreut Anlagen die mit 5000 Nm³/h betrieben werden. Im Allgemeinen werden bei mittelgroßen Deponien, je nach Laufzeit, jedoch Größenordnungen von 250 – 1000 Nm³/h erzielt.

Bei einer Nutzung des Deponiegases werden unter zu Grundelegung des Energieinhaltes von 5 kWh/Nm³ und einer Absaugrate von 500 Nm³/h (Verfügbarkeit 85%) im Jahr rund 18.000 MW thermisch, entsprechend etwa 6000 MW elektrisch erzeugt. Bei einer optimalen Betreuung und regelmäßiger Wartung, sind hier, neben dem umweltfreundlichen Effekt, auch wirtschaftlich positive Bilanzen zu ziehen.

Störend können innerhalb der aktiven Entgasung die Spurenstoffe wie etwa Chlor, Fluor, Schwefel und Silizium sein, da sie aggressiv auf die Materialien der Motoren wirken. Hierzu gibt es in Extremfällen entsprechend zur Reinigung Gasvorbehandlungen.

 

Hinsichtlich der Gasfassung hat es sich bewiesen vertikale Gaskollektoren (Gasbrunnen) einzusetzen. Nach den Messarbeiten zur lokalen Bestimmung der Fassungsstelle ergeben sich, je nach Ausbauweite und Müllverdichtung, Einzugsradien von etwa 30m – 50m.

 

Auf unserer Website können Sie sehen mit welcher Messtechnik die verschiedensten Projekte anzugehen sind.